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Wenn jeder Mensch so wenig wie möglich kauft und sich dabei vorzugsweise auf Güter und Waren konzentriert, die ihn unabhängig machen, dann hat dies eine unmittelbare Auswirkung auf die Wirtschaft, die unsere Politik bestimmt.

Wer seine Nahrung, und sei es nur zu einem winzig kleinen Teil, selbst anbaut, der muss diese nicht kaufen und verursacht somit nicht die damit verbunden Transportkosten und den CO2-Ausstoß. – Nur so als Beispiel.

Wer aufhört, sich nach der Mode zu richten und stattdessen Kleidung nach Robustheit, nach Haltbarkeit und Funktion kauft, der reduziert auch hier wieder die CO2-Bilanz, da länger haltbare Kleidung nicht so schnell neu gekauft werden muss und dann sich erneut Herstellung, Transport, Verpackung etc. negativ auswirken.

Wir müssen aufhören, Dinge aus Plastik zu kaufen, oder Dinge, die in Plastik verpackt sind zu kaufen, dort, wo wir es uns leisten können oder wo wir die Wahl haben. Ein Wasserfiltersystem zu kaufen und Leitungswasser statt Wasser in der PET-Flasche zu kaufen, wäre zB. eine bessere Option.

Getränkedosen aus Blech sind immernoch besser als Pfand-Plastikflaschen.

Wir sollten versuchen, uns hauptsächlich mit Nahrung zu versorgen, die nicht importiert werden muss. Flugzeuge, die mit fossilen Brennstoffen betrieben werden, sollten nun wirklich nicht als Transportmittel für Nahrung benutzt werden, die wir selbst anbauen können oder für die es einen weniger exotischen, einheimischen Ersatz in Bezug auf die Nährstoffe gibt.

Billig, Sparen und Rabatte – diese Worte sollten wir meiden wie ein Vampir das Sonnenlicht. Sie sollen dich nur zum konsumieren bewegen und bedeuten entweder mindere Qualität, sodass schnell neu gekauft werden muss, oder es handelt sich um ein von vornherein einkalkulierten Preisnachlass, also eine Lüge.

Schminke und Kosmetikprodukte sind ein enormer Faktor, der völlig unnötig (und teilweise sogar schädlich) ist und dabei viel zu viel Co2 und eine massive Umweltverschmutzung verursacht.

Wenn jeder Mensch sich überlegt, ob etwas wirklich notwendig ist oder inwiefern ein Konsumgut ihm zu mehr Unabhängigkeit vom Wirtschaftssystem verhilft, seine Eitelkeit zugunsten unseres Überlebens hintenanstellt, dann könnten wir auf dem richtigen Weg sein.

Brutale Ehrlichkeit gehört ebenso dazu, um die Welt zu retten. Menschen lügen zu oft und zu viel. Sie geben zu oft vor, mehr oder besser zu sein, als sie sind. Die Medien leiten Menschen dazu an, „sich gut zu verkaufen“ (das heißt in ehrlichen Worten: lügen). Seine Haut zu Markte zu tragen, das ist nicht gerade eine Redewendung, die man wörtlich nehmen sollte. Solange wir ständig lügen und übertreiben und Lügen und Übertreiben als „normal“ legitimieren, solange wird niemand handeln, da keiner mehr etwas ernst nimmt.

Anhäufen von Reichtum ist ein sinnloses Unterfangen. Es wird keine Zukunft mehr geben, in der Geld ausgegeben werden kann. Es wird ja auch nichts mehr geben, wofür es ausgegeben werden kann. Jeder Mensch der mehr besitzt, als er für sich uns seine Lieben braucht, sollte sich überlegen, ob es nicht besser ist, ein „Rettungsboot“ für seine Sippschaft zu generieren. Allerdings ist Geld als „Rettungsboot“ eine blöde Idee und noch blöder ist es, das Geld einer Bank zu geben, denke ich. Wer so denkt, hat den Ernst der Lage noch nicht erkannt. Banken und zB. auch Versicherungen sind Teil des Problems, da sie mit fiktiven Werten rechnen, die keinen wahren Gegenwert haben. Wahre Gegenwerte sind Waren und Güter oder Arbeitskraft etc..

Wir sollten uns genau überlegen, ob wir nicht lieber umziehen wollen, anstatt regelmäßig in den Urlaub zu fliegen.

Freie Flächen im Garten oder auf dem Balkon, im Keller oder in einem leeren Zimmer unterm Dach kann man Nutzen, um Energie zu speichern oder Nahrung zu produzieren.

Hydroponik, Aquaponik & vertical Farming eignen sich auch für wenig Platz und können auch mit körperlichen Einschränkungen und mit wenig Input betrieben werden. Nicht immer muss man professionelles Equipment kaufen, man kann vieles auch selbst herstellen und dabei Dinge recyclen, die man schon irgendwo rumliegen hat.

Erwäge einen Klee-Rasen, wenn du meinst, dass du keine hohen Gräser möchtest. Rasenmähen sollte in einer Klima-Krise wirklich nur aus Notwendigkeit geschehen und nicht aus ästhetischen Gründen.

Hör auf, dir einzureden, dass ökologische Erfindungen „eh nicht so gut sind“. Ja, wir stecken noch am Anfang und seltene Erden und die CO2-Bilanz von Elektroautos etc. – all diese Argumente haben ihre Berechtigung. Doch gar nichts zu tun, während wir alle gemeinsam verrecken ist echt arschig zu all denjenigen, denen es nicht so am Arsch vorbei geht, wie dir. Keiner ist ausgenommen, wir alle sitzen im selben Boot mit dem Wichser, der „kann man eh nix machen“ und „alles Panikmache“ repetiert , während das Loch im Boden immer größer wird.

Den Größten Einfluss haben wir im Verzicht. Verzicht auf Konsum, in erster Linie, denn die Politiker und die Wirtschaft sind noch immer der Meinung, Klimawandel wäre eine Option, gegen die man sich entscheiden könnte. Oder die zumindest verhandelbar wäre. Mr. Banker, ich sage dir eines: Mit der Natur verhandelt man nicht. Sie ist wie Crom. Es juckt sie nicht.

Avatar von Asmus Wieck

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